Raymond Sepe

Das Kind italienischer Einwanderer studierte in den USA Gesang und Schauspiel. Er debütierte als Duca (Rigoletto / Verdi). Es folgten Partien wie Alfred (Die Fledermaus / Strauß) oder Ferrando (così fan tutte / Mozart).

In den 90er Jahren trat Raymond Sepe in den großen dramatischen Musical-Partien an den führenden Häusern Deutschlands auf. Zu seinen wichtigsten Erfolgen zählten in dieser Zeit Piangi (Phantom der Oper / Webber), Graf Krolock (Tanz der Vampire / Kunze / Steinman) und Chef im Ring (Miss Saigon / Boubil / Schönberg)

Im Jahr 2000 dann der Schnitt: zurück zur Oper und Beginn einer eindrucksvollen Laufbahn mit zahlreichen Verpflichtungen! Aufsehen erregte er mit großen Partien des italienischen Fachs wie Radamès (Aida / Verdi), Alvaro (La forza del destino / Verdi) oder Don Carlo (Don Carlo / Verdi). Aber auch in Partien wie Titus (La clemenza di Tito / Mozart) fand er Aufmerksamkeit bei der Fachpresse.  Zu den künstlerischen Erfolgen zählt zweifelsohne seine Verkörperung des Aschenbach in Brittens Death in Venice an den Theatern in Stralsund und in Krefeld.

Darüber hinaus erwies er sich als einnehmender Operetten-Tenor: Tassilo (Gräfin Mariza / Kálmán), Orpheus (Orpheus in der Unterwelt / Offenbach), Sou Chong (Land des Lächelns / Léhar). Nicht zuletzt erwies er sich als überzeugender Sänger-Darsteller, u.a. als Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen (dt.) / Offenbach) und Don José (Carmen / Bizet) unter Beweis stellt. Nach diversen Engagements an den Häusern in Rostock, Krefeld, Stralsund, der "Musikalischen Komödie" Leipzig, Halberstadt, bei den "Ostsee-Festspielen" und den "Ludwigsburger Schlossfestspielen" debütierte er 2013 an der Volksoper Wien in Bernsteins Candide.

Von 2013 bis 2016 sang Raymond Sepe erneut Piangi in der Stage-Entertainment- Produktion von A. L. Webbers Phantom der Oper (Hamburg und Oberhausen). Daneben trat er in zahlreichen Musical-Galas mit dem Offenburger Orchester auf.

2017 markiert für ihn dann einen weiteren künstlerischen Meilenstein: Raymond Sepe debütiert in der Titelpartie von Richard Wagners "Tannhäuser" am Theater Halberstadt. Nach der erfolgreichen Premiere schrieb die Braunschweiger Zeitung "...Raymond Sepe als Tannhäuser legt mit strahlkräftiger Stimme vor, ein wahrer Heldentenor, eindringlich in der verzweifelten Rom-Erzählung..." (09. März 2017)

In einer viel beachteten Produktion des NRW_Landesjugendorchsters gibt Raymond in Herbst 2018 die Titelpartie in Verdis "Don Carlo" (franz. Fassung).