Peter Leonard

Mit Peter Leonard begrüße ich einen der versiertesten und erfahrensten Dirigenten Deutschlands in meiner Agentur. Und den zukünftigen künstlerischen Direktor der "Opera on the James", Lynchburg, USA.

Von 2008 bis 2014 Intendant des Volkstheaters Rostock und somit auch der Norddeutschen Philharmonie, ist Peter Leonard im internationalen Musikleben ausgesprochen gefragt. Er überzeugt mit einem umfangreichen Repertoire im Konzert- und Opernbereich.
Mehr als 20.000 neue Konzertbesucher gewann er innerhalb eines Jahres als Generalmusikdirektor am Rostocker Volkstheater und Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie. Seinen Traum, eine sonst wenig im Fokus der Konzertpläne stehende Altersgruppe mit Orchestermusik vertraut zu machen, konnte er mit der neuen Konzertreihe Konzerte für Teens realisieren. Für die Finanzierung gelang es ihm, AIDA Cruises, Deutschlands größte Kreuzfahrt-Linie, als Sponsor zu gewinnen.

Durch diverse Crossover-Projekte vergrößerte Peter Leonard die stilistische Breite seines Orchesters und brachte es so einem wesentlich größeren Publikum nahe. Er startete zahlreiche neue Initiativen – herausragend hierbei das Projekt Wagner an der Ostsee - auch mit dem Ziel, durch den hohen sängerischen Anspruch des Wagner-Repertoires das Ensemble des Hauses weiterzuentwickeln.

Als Gastdirigent tritt Leonard mit Erfolg auf, in letzter Zeit mit einer neuen Produktion von Aida am Belgrader Nationaltheater; Eugen Onegin an der Chautauqua Opera; Konzerte bei dem Classic Open Air Festival am Gendarmenmarkt, Berlin; Elias im Konzerthaus Berlin mit der Berliner Singakademie, u.a.

Einladungen führen Peter Leonard immer wieder quer durch Nordamerika. Er dirigierte Orchester wie u.a. das New York Philharmonic sowie Orchester in Alabama, Dayton, Edmonton, Florida, Jackson, Nashville, New Mexico, Rhode Island, Spokane, Tucson, West Virginia und Winnipeg. In Deutschland arbeitete er mit den Orchestern in Aachen, Augsburg, Bremerhaven, Dessau, Frankfurt, Hagen, Heidelberg, Herford, Hof, Kaiserslautern, Karlsruhe, Konstanz, Lübeck, Siegen, Solingen und Suhl. International war er zu Gast bei Mexico Citys Orquesta Filharmonica de la UNAM, dem Pusan Philharmonic in Korea und der Belgrader Philharmonie.

Ein großes Medienecho löste 2006 die Uraufführung der vollständigen Version Bohuslav Martinus Filmoper Die Drei Wünsche aus, die Leonard leitete.

Als engagierter und erfahrener Operndirigent hat er ein außergewöhnlich breites Repertoire. Seine einfühlsamen Interpretationen der deutschen Opernliteratur brachten ihm zahlreiche Engagements von Mozart über Weber und Strauss bis hin zu Hindemith und Berg. Auch seine Liebe zum Gesang und zu Sängern und Sängerinnnen zeigt sich unmittelbar in seinen Arbeiten. Seine Interpretationen der italienischen Meister, insbesondere Verdi und Donizetti, wurden stets besonders wertgeschätzt.
Erwähnenswert ist auch der enorme Erfolg des Augsburger Ring des Nibelungen. Die überaus positive Aufnahme dieser Inszenierung führte ihn im Weiteren zu einer Arbeit an Deutschlands Opernhaus des Jahres (Opernwelt) in Stuttgart.

Peter Leonard realisierte viele Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, dabei unter anderem von Komponisten wie Copland, Crumb, Egk, Finney, Holst, Hovhaness, Korn, Kreisler, Martinu, Maw, Pasatieri, Rorem, Russman, Thomas, Thorne, Wilder und Zwilich.
Der inspirierte und inspirierende Redner Peter Leonard beschäftigt sich intensiv mit Problematiken der Geschäfts- und Lebenswelt aus dem spannenden Blickwinkel der Kunst.
Als Music Director des angesehenen Wirtschaftsberatungsunternehmens The International Forum gab er Seminare zum Thema Leadership Through Music, eine Erfahrungsstudie mit dem Fokus auf der Bedeutung von Musik im Alltag. Desweiteren sprach er an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Baden-Württemberg über diese Themen. Ebenso lehrte er am Dartmouth College’s Tuck Executive Education Program in New Hampshire und am Verity in Toronto.

Im Kennedy Center in Washington gab er Konzerte mit der Westdeutschen Sinfonia. Er dirigierte das erste wichtige Tourneekonzert in Washington, für das er ad hoc für den plötzlich erkrankten Leiter des Ensembles einsprang. Die Zeitung The Washington Post schrieb daraufhin, "the musicians had as much fun as the audience [during an] evening of polished performances".

Als erster Preisträger des American Symphony Orchestra League's Conductor's Program Award dirigierte Peter Leonard die New York Philharmonic. Bravo Cable Network und Ovation Magazine betonten seine außergewöhnlichen Verdienste für das amerikanische Musikleben.

Elf Spielzeiten lang war Peter Leonard gefeierter Music Director des Shreveport Symphony Orchestra. Vorher war er Music Director des Youngstown Symphony Orchestra, für das er bis 1986 auch als musikalischer Berater tätig war. Von 1979 bis 1981 war er Conductor-in-Residence des Louisville Orchestra. In dieser Zeit bestritt er über die Hälfte des gesamten Orchesterprogramms. Gleichzeitig war er leitender Dirigent der Konzerteihe Super Pops, eine beliebte Serie von „Proms-Konzerte“.

Insbesondere belebte er den Ruf des Louisville Orchestra als Hort der zeitgenössischen Musik wieder. Das gelang unter anderem durch die Etablierung des Festival of New Music, anlässlich dessen eine Reihe von Auftragswerke komponiert und uraufgeführt wurden. Unter Peter Leonard gewann das Louisville Orchestra den begehrten ASCAP Award für exzellente Programmgestaltung.

Als Musikdirektor in Shreveport initiierte Peter Leonard ein neues Tanz/Live Musik Abonnement, eine wöchentliche Radiosendung (Live-Mitschnitte, selbst moderiert), erweiterte Programme für Kammerorchester, eine Kammermusikserie sowie die Durchführung von Konzerteinführungen. Er erweiterte den Gastspielradius und vernetzte die Zusammenarbeit der regionalen Kulturgruppen. Außerdem gewann er den National Arts Associates Award des Musikverbandes Sigma Alpha Iota für seine musikalischen Verdienste.

CD-Produktionen realisierte Peter Leonard mit Albany, CRI, Opus One, Painted Smiles, Premiere Recordings und First Edition Records, darunter auch einige Ersteinspielungen, z.B. die mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Air Music von Ned Rorem. Der Stereo Review bezeichnete seine Einspielungen von Werken Roger Sessions als besonders verdienstvoll und nannte sie Recording of Special Merit.